Durch den Renovierungs- und Umzugsstress bin ich gar nicht zum bloggen gekommen. Aber nun gehts weiter!
Dafür gibts die letzte Woche im Zeitraffer.
Samstag
Heute Nacht mussten wir nicht ein einziges Mal die Kinder wieder hinlegen. Was aber wohl hauptsächlich daran lag, das sie gar nicht da waren. Trotzdem war ich um sieben wach. Komisch wie man sich daran gewöhnen kann.
Um kurz nach neun sind wir dann zu IKEA gefahren. IKEA – vier verheißungsvolle Buchstaben – Irre Kaufen Einfach Alles?
Jedenfalls sind wir auf nach Spandau. Als wir ankamen haben wir uns auf dem Parkplatz direkt neben einen blauen Dacia gestellt. Wir Daciafahrer müssen zusammenstehen.
Die erste Etage bei IKEA gehört dem gucken, prüfen, messen und aufschreiben. Aber auch das schlaucht. Und IKEA ist unter konsumpsychologischen Gesichtspunkten nah am Optimum gebaut. Jedenfalls kamen wir der Zwischenstation „Restaurant“ immer näher und der Hunger wuchs.
Kurz vor dem Essen kommt nochmal die Familienkramabteilung. Alles mögliche nimmt man in die Hand um dann zu sagen „Nach dem Essen gehen wir hier nochmal vorbei.“ und legt es wieder hin. Dabei haben wir gesehen, das man manche Dinge mit Family-Card billiger bekommt. Also haben wir uns eine zugelegt. Danach haben wir uns ganz stilecht mit Köttbullar und Schwedentorte abgefüttert.
Am Nachbartisch saß eine merkwürdige Familie drei Kinder zwischen Lydias Alter und Teenager und Sie eine sonnenbankgebräunte, Makeup belegte Hochleistungsschnalle. Immer wieder interessant, was plastische Chirurgie alles vermag.
Satt und zufrieden ging es dann in die untere Etage. Und dann geht er los der Kaufrausch. Im Endeffekt hat man den Wagen voll bevor man zu den eigentlichen Möbeln kommt. Im Regal kamen mir dann aber doch Skrupel. Robin sah mit seinen 75kg af 1,65m doch etwas bedrohlich aus. Wir haben dann doch nicht versucht das Monster auf den Beifahrersitz zu wuchten. Alles andere passte dann zusammen in den Kofferraum.
Ach ja ich liebe es mit meiner Businesscard zu zahlen. Durchziehen, unterschreiben und gehen. Die Rechnung geht ans Büro.
Nachdem wir den ganzen Krempel in die neue Wohnung gebracht hatten, ging es dann weiter mit malern. Und wir sind fertig! Das Wohnzimmer hat jetzt eine hellgelbe Wand und Julians „Aqarium“ hat sich in den Weltraum mit Rakete verwandelt. Nur die Rakete fehlt noch. Und das Kabuff ist auch komplett weiß gestrichen.
Gewinnspiel
Was haben wir bei IKEA gekauft?
Minnen Drake
Nominell
Smila Blomma
Koppla
Sparsam
Zu gewinnen gibt’s natürlich nichts.
Sonntag
Vormittags waren wir wieder in unserer neuen Wohnung, da wir unsere Küche fertig machen wollten. Aber wir haben unseren Plan wohl nicht zu Ende gedacht. Wir wollten das die Arbeitsplatte und der Gefrierscharank auf eine Höhe kommen. Dazu haben wir die Beine der Unterschränke bis zum Minimm runter gedreht.Das hat leider nicht gereicht. Nunja, dann haben wir halt die Platte so an die Wand geschraubt. Dummerweise passten nun die Unterschränke nicht mehr drunter, weil ich die Dicke des Winkels übersehen habe. Da wir die Beine ja runter gedreht hatten, gabs auch keinen Spielrauum nach unten mehr. Nun blieb mir nichts mehr übrig als aus dem Holz ein Stück rauszuraspeln.
Doch damit nicht genug, haben wir die falschen Dübel für die Wandschränke gekauft. Es sind zwar Dübel für Gipskartonwände. Allerdings sind sie zu kurz. Tja man sollte das Kleingedruckte auf der Packung auch richtig lesen.
Am Nachmittag sind wir nach Leegebruch gefahren und haben unsere Kinder wieder abgeholt. Zum Abend gabs noch lecker gegrilltes, dann sind wir über die Landstrasse heimwärts, Auf der Autobahn gabs wieder Stau.
Montag
Schon mal bei einer Telekom Hotline angerufen? Macht das um Gottes willen nicht wenn ihr husten müsst. Ich wollte nachfragen, ob der Termin nächsten Monat steht und wo mein Splitter bleibt. Der erste Versuch ging in die Hose, weil ich mich wegen eines Hustenreizes räuspern mußte. Danach faselte die nette Computerstimme irgendwas von Mahnung. Da hab ich lieber wieder aufgelegt. Dann habe ich es nochmal versucht. Leider piepst mein Telefon wenn der Akku fast leer ist. Das brachte dann die Reaktion „Das habe ich nicht verstanden. Bitte wiederholen sie.“ hervor. Also auch das wird nix. Als letztes habe ich dann vom Handy aus angerufen, immerhin war es eine 0800er Nummer. Nach 5 Minuten Smalltalk mit der Computerstimme hatte ich dann tatsächlich einen Menschen am anderen Ende der Leitung. Er sehr höflich, wenn auch nicht wirklich hilfreich, da es anscheinend diverse Comptersysteme für die verschiedensten Kundenanliegen gibt. Und nicht jeder Servicemitarbeiter hat Zugriff auf alle. Jedenfalls konnte er keinen bestellten Splitter auf meinen Namen finden. Dafür gab er mir eine weitere Hotlinenummer, bei der ich den nachbestellen könne. Auch nannte er mir eine Nummer, bei der ich meine T-Online Zugangsdaten sofort bekommen könnte, wenn sie nicht rechtzeitig per Post kämen.
Die Frau bei Versandhotline war dann das ganze Gegenteil. Ziemlich pampig erklärte sie mir, das ich meinen Splitter schon rechtzeitig kreigen würde, und ich gefälligst nicht vorher nachfragen solle. Und der andere Mitarbeite könne sowieso nicht in das DSL Computersystem reinsehen nd hätte deswegen meine Splitterbestellung nicht gesehen. Wenn denn nichts käme, dann hätte ich das Recht nachzufragen. Nicht nett aber direkt. Mal sehen was kommt.
Am Nachmittag habe ich mit meinem Vater angefangen das Laminat im Wohnzimmer zu verlegen. Leider ist teurer nicht besser. Jedenfalls klickt da nichts wie es auf der Anleitung. Irgendwann haben wir leicht genervt aufgegeben. Das billigere Laminat (wegen der fehlenden Trittschalldämmung) ging wesentlich leichter und schneller zu verlegen.
Dienstag
Heute war ich vormittags im Büro das schlimmste an aufgelaufener Arbeit abzuarbeiten. Es hielt sich zwar in Grenzen, aber trotzdem war ich bis Mittag beschäftigt.
Als wir am Nachmittag gerade dabei waren den Keller ähm Kellerersatzraum auszuräumen, rief mein Vater an. Er war in der neuen Wohnung und hatte schon mal mit dem Laminat weitergemacht. Allerdings ist er dabei auf ein Problem gestoßen. Oder besser gesagt an Ende des Laminats und das vor dem Ende des Raumes. Keine Ahnung was wir beim Einkauf gerechnet haben. Jedenfalls haben wir vom Laminat fürs Schlafzimmer einen Packen übrig, dafür einen zu wenig, von dem fürs Wohnzimmer. Also den überzähligen Packen eingeladen und zum Hellweg gefahren. Dort haben wir den überflüssigen gtgeschrieben bekommen. Ach ja die Übergangsleisten haben wir auch endlich im passenden Dekor bekommen.
Mittwoch
Zweite Schicht. Der Rest der Sockelleisten mußte heute dran. Und ich habe es auch endlich geschafft. Man muß sich nur immer vor Augen führen: „Montageanleitungen gelten immer nur für ideal glatte Wände, ideal ebene Böden, ideale Werkzeuge, ideal homogene Materialien,…“
Der Kellerersatzrauminhalt ist auch soweit zusammen gepackt. Der größte Teil der Möbel geht in den Sperrmüll. Von unseren alten Uni-Mitschriften-Hefter konnten wir uns wieder nicht trennen. Irgendwie hängt man da dran.
Wir werden alt.
Einerseits haben wir ja schon genügend Erfahrung mit Umzügen. Andererseits ist das der bisher anstrengendste. Zwei Kinder, Schwangerschaft, Selbstständigkeit und immerhin gehen wir straff auuf die 40 zu. Jedenfalls hat sich bei Katrin heute der Ichias verklemmt und mir tut das linke Knie weh. Kommt wohl auch vom, den ganzen Tag auf Knien rumrutschen. Aber die Sockelleisten sind dran. Leider sieht es aus, als hätte ich es selbst gemacht. Ich muß gestehen: Ich bin kein Handwerker.
Donnerstag
Heute war ich von 10 bis 15 Uhr unterwegs. Eine Stunde nach Berlin und eine wieder zurück. Den Rest waren wir bei unseren Unternehmensberatern. Wir haben über Vermarktungsstrategien für unser Online-Evaluationstool unter www.eva-basic.de gesprochen. Ein richtig cooles Programm zu einem äußerst fairen Preis. Nur müssen wir das bekannt machen. Falls jemand jemanden kennt, der für Online-Umfrage, Evaluationen, Marktforschung und ähnliche Datenerhebung ein Online-Tool braucht, kann sich ja bei mir melden.
Es geht auf die Zielgerade. Die letzten Kisten sind fast gepackt.
Freitag
Heute vormittag war ich kurz im Büro. Wieder schnell Arbeit runter gerissen oder vertröstet. Eigentlich bin ich nur schnell ins Büro um noch einen alten Rechner fürn Sperrmüll zu holen, ein paar unserer persönlichen Dokumente schreddern und die LKW-Reservierungsbestätigung von AVIS asdrucken.
Am Nachmittag haben wir die Kinder nach Neu Bochow zu meinen Eltern gebracht. Morgen wird Julian noch zum Gebuurtstag abgeholt.
Wieder zu Hause haben wir die restilichen Kisten gepackt und letzte Sachen abgeschraubt.Das Kinderzummer ist komplett verpackt. Auch haben wir unseren neuen Keller in Besitz genommen.
Der Tag an dem Splitter kommen sollte
war ja heute. Und er kam tatsächlich. Nur war ich leider nicht da. Also hatte ich eine von den netten orangen Karten im Briefkasten. Nun liegt mein Splitter in der Postagentr im Bornstedt-Carree, wo ich ihn frühestens morgen abholen kann. Was ich aber nicht werde, weil wir ja umziehen. Außerdem habe ich mir einen aus dem Büro mitgebracht. Wie auch den Speedport. Als Geschäftskunde werfen sie mir bei jedem Tarifwechsel Hardware nach. FürPrivatkunden sind sie geizig.
Wir hatten dann noch überlegt ob wir zur Feuerwerkssinfonie gehen, aber wir waren so fertig das wir uns das „Spektakel“ vom Schlafzimmerfenster aus angesehen haben. Das erste hatte zwar die knalligeren Effekte, aber das zweite war harmonischer. Ich habe versucht das mit meiner Digitalkamera aufzunehmen, aber die ist nicht dafür gedacht in stockfinsterer Nacht Videos aufzunehmen.
Samstag
Wir waren vor Aufregung schon um halb 6 wach. Nach dem letzten Frühstück in unsere alten Küche mit Ausblick haben wir die absolut letzen rumstehenden Reste eingepackt.

Um kurz vor neun waren die ersten Helfer da. Katrin ist los gefahren den LKW holen. Wir hatten bei Avis einen 7.5 Tonner online reserviert. Und es hat super geklappt. Naja ein wenig hat der Bearbeiter gemäkelt, weil KAtrin den Brief von der PAGA mit der Kostenübernahmeerklärng nicht dabei hatte. Jetzt müssen wir die Übernahme nochmal schriftlich beantragen. Zwischenzeitlich hatte ich Skrupel ob alles reinpasst. Aber es passte. Aber kleiner hätte er nicht sein dürfen. Die zerbrechlichen Teile haben wir noch af einige PKW verteilt.
Um eins waren wir an der neuen Wohnung. EIn paar Möbel haben wir noch ausgeladen, dann gabs erstmal Mittag essen. Halb vier war dann alles in der Wohnung. Mein Vater hatte schon angefangen, die Schränke – allen voran unsere PAX Batterie – zusammen zuschrauben.
Am Abend standen dann die Wohnzimmerschrankwand, die Schlafzimmerschränke, das Bett, die Kinderbetten, und alle Lampen (ausser den neu zu kaufenden).
Nochmal ein dickes DANKESCHÖN an alle Helfer.
Am Abend war der zweite Teil der Feuerwerkssinfonie. Katrin hat sich den ersten Teil vom Fenster angesehen. Ich bin vor zur nächsten Strassenecke vor gegangen. Allerdings bin ich nach der ersten Vorstellung wieder rein. MÜCKEN! Hunderte nein tausende. Auch hier wollte ich ein Video aufnehmen, aber ich konnte die Kamera kaum ruhig halten, vom ganzen Mückenverscheuchen. Den zweiten Teil jedenfalls haben wir dann nur akustisch mitbekommen. Knalle Bumms halt.